Zwei Freunde und ein RPG
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"Aahhhh~ ha ha ha!"
Denzel schrie all seinen Schmerz aus sich raus, als ihn eine neue Wehe schüttelte. Er krallte seine Hand fest in Kajis und presste so stark er konnt. "Ich... ich kann nicht!", keuchte er. "Denzel bitte! Du schaffst das... Du hast es bis hierher geschafft und du schaffst das hier auch noch!" Kaji hielt Denzels Hand fest in seinen beiden und fühlte jeden kleinsten Schmerz, jede Regung, jede Zuckung.
"Vorbei, atmen Sie ganz ruhig Mr. Mizawa und entspannen Sie sich bis zur nächsten Wehe!", meinte die Hebamme zu Denzel und schaute ihn mitleidig an.
Dieser junge Mann war viel zu dünn um ein Kind zu gebären. Sein Becken war nicht gemacht für eine Geburt, doch er hatte darauf bestanden, das Kind auf natürliche Art zu gebären. Mr. Mizawas Ehemann hatte zwar unglücklich ausgesehen, bei dieser Entscheidung, akzeptierte jedoch den Wunsch seines Lieblings und unterstüzte ihn nun tatkräftig mit Worten und Streicheleinheiten. Die Hebamme beobachtete die Monitore, an welche Denzel angeschlossen war, um genau zu sehen, wann die nächste Wehe kam. "Mr. Mizawa, gleich müssen Sie wieder pressen! So stak sie können. Der Kopf des Kindes muss raus!", erklärte sie ihm und schaute dem schwitzenden und nervös-ängstlichen Kaji um ihn verstehen zu machen, dass Denzel die Geburt nicht schaffen würde, Kräftemässig, wenn jetzt der Kopf nicht durchkam.
Kaji packte sofort Denzels Hand und beugte sich zu ihm, flüsterte auf ihn ein. "Komm schon Kätzchen, du kannst das! Fest pressen, mein Schatz! Wenn der Kopf erstmal da ist, ist das schlimmste geschafft." Kaji streichelte zärtlich durch Denzels Haare und wischte ihm den Schweiss vom Gesicht. Denzel schaute ihn verzweifelt an und begann dann wieder zu schreien und sofort zu pressen. "Gut~, sehr gut Mr. Mizawa. Noch einmal, solange die Wehe noch da ist, ich seh das Köpfchen schon.", sprach die Hebamme Denzel Mut zu. Die Schmerzen mussten unerträglich sein, bei diesem zarten Becken. Nur noch einmal, dann könnte sie den Kopf des Babys aus Denzels Öffnung ziehen. Denzel atmete zwei, dreimal ein, dann presste er nochmal mit aller Kraft. Kajis Hand musste schon beinahe tot sein, so stark drückte er sie zusammen. Kaji schaute nach unten und meinte dann, ja schrie schon fast, zusammen mit der Hebamme: "Super! Sehr gut gemacht!"
Endlich war der Kopf draussen. "Denzelchen, hey Kätzchen, das Köpfchen ist da. Es ist da, du hast es geschafft!", flüsterte Kaji zärtlich und strich über Denzels schmerzverzerrtes Gesicht.
"Mr. Mizawa? Sie haben noch etwa 90 Sekunden um zu entspannen, dann müssen sie noch einmal stark pressen, dann haben Sie es endgültig geschafft!", machte die Hebamme ihm Mut und massierte etwas die verspannte Bauchgegend. Kaji drückte Denzel zärtliche Küsse auf die Lippen, die Lider, die verkrampften Hände und murmelte ihm unendliche Liebesschwüre entgegen. Die Hebamme schaute auf den Monitor und meinte dann: "Pressen Mr. Mizawa, pressen!"
Kaji drückte fest Denzels Hand, während dieser sie fast zerdrückte, um ihm das Zeichen zum Start zu geben. Denzel schaute nochmal fest in Kajis Augen und begann dann zu pressen. Er hielt die Luft an und presste mit all der Kraft die er hatte. "Aahhh~, ahhh~", kam es laut von Denzel und dann hörte man von unten einen Schrei, ein erstes Lebenszeichen. "Du hast es geschafft! Kätzchen, das Baby ist da! Es ist da, alles ist gut!", jubelte Kaji und schaute glücklich zu dem Häufchen, welches nun Denzel auf die Brust und in die Arme gelegt wurde. Denzel schaute verzückt und überglücklich auf das kleine Wesen in seinen Armen und begann dann zu weinen. "Ein Mädchen!", flüsterte er heiser und erschöpft.